Vita
Günter Rausch (* 9. 3. 1952 in Lohr am Main/Bayern) ist ein deutscher Hochschullehrer und sozialkritisch engagierter Bürger, der vor seiner Hochschullaufbahn über zwanzig Jahre in der Kommunalverwaltung und in der Gemeinwesenarbeit beruflich engagiert war. Er ist promovierter Bildungs- und Erziehungswissenschaftler (Dr. päd.) und seit 1998 Professor für Gemeinwesenarbeit und Sozialmanagement an der Evangelischen Hochschule Freiburg.
Günter Rausch ist Mitglied der evangelischen Landeskirche. Er ist verheiratet mit der Gemeindediakonin Stefanie Rausch, geb. Esch, hat drei Kinder (Rosa, Manuel, Noah) und drei Enkelkinder (Hannah, Lisa, Leon) und lebt seit 22 Jahren im Stadtteil Hochdorf.
Schule, Ausbildung und Studium
Wie viele anderer Arbeiterkinder seiner Zeit verließ Günter Rausch mit 14 Jahren die Volksschule, um eine Lehre in der Kommunalverwaltung zu beginnen. Der so genannte zweite Bildungsweg war mühsam, aber seinerzeit noch möglich. Nach sechs Berufsjahren in der Kommunalverwaltung wechselte er 1974 nach Freiburg im Breisgau, um ein Studium der Sozialarbeit und ab 1989 auch der Erziehungswissenschaft und Kommunikationswissenschaft zu absolvieren.
Leben und Beruf
Günter Rausch ist seit den 70er Jahren beruflich der Gemeinwesenarbeit verbunden. Bereits während seines Studiums widmete er sich diesem Schwerpunkt. Im April 1979 nahm er eine Tätigkeit als Gemeinwesenarbeiter in dem damaligen sozialen Brennpunkt Breisacher Hof in Freiburg auf. Er entwickelte gemeinsam mit sozial benachteiligen Menschen innovative Modelle der Bürgerbeteiligung und der quartiersbezogenen Interessensvertretung.
Zehn Jahre wohnte er mit seiner Familie im größten Hochhaus Freiburgs in Weingarten. Dort war er in der Stadtteilarbeit, insbesondere in der Mieterinitiative aktiv, die sich vor allem gegen die ständigen Mieterhöhungen wehrte. Zwischen 1984 und 1987 war Günter Rausch Vorsitzender des Mieterbeirates der Freiburger Stadtbau GmbH, die seinerzeit rund 10.000 Wohnungen bewirtschaftete. Er war Mitbegründer des Forum Weingarten 2000, das sich im Jahre 1987 gründete, um die vielfältigen sozialen Probleme der Hochhaussiedlung durch bürgerschaftliches Engagement und Selbstorganisation zu bewältigen.
Am 1.9.1989 begann er im Rahmen der beruflichen Sozialarbeit als hauptamtlicher Gemeinwesenarbeiter, diesen Prozess der Bürgerselbsthilfe im Hochhausviertel professionell zu begleiten. Innerhalb kürzester Zeit bildeten sich Bewohnerinitiativen und Arbeitsgruppen, die z.T. nach Jahrzehnten noch aktiv sind. Nachdem er im Jahre 1994 als Weiterbildungsdozent an die Fortbildungsakademie des Diakonischen Werkes der EKD in Stuttgart wechselte, wurde diese Arbeit erfolgreich weitergeführt und durch einen besonderen Preis als Best-Practice-Projekt im Rahmen des Programmes “Soziale Stadt” der Bundesregierung ausgezeichnet.
Seit 1990 ist Günter Rausch an der Evangelischen Hochschule Freiburg in der Lehre tätig. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Gemeinwesenarbeit und das Sozialmanagement, sowie die Schnittmengen, die sich z.B. in dem von ihm 2008 mit initiierten Projekt Gute Geschäfte Freiburg widerspiegeln. In vielen wissenschaftlich begleiteten Forschungs- und Lehrprojekten konnte er nachhaltige Entwicklungsprojekte auf kommunaler Ebene begleiten, u.a. für den Ortenaukreis zum Thema “Integration von Spätaussiedlern”, für die Stadt Offenburg in der Begleitung der Stadtteil- und Familienzentren, in der Stadt Waldkirch bei der Entwicklung eines Gemeinwesenkonzeptes für einen sozialen Brennpunkt oder im Rahmen des Jugendbeteiligungsprojektes der Stadt Freiburg. Dieses Engagement ergänzte er durch seine Mitarbeit im Freiburger Kinder- und Jugendhilfeausschuss von 2004 bis 2007.
Ehrenamtliches Engagement
In seiner Jugend war Günter Rausch in der kirchlichen Jugendbewegung engagiert, organisierte unter anderem 1970 den Lehrlingskongress “Konflikte nicht vermeiden: mitentscheiden” in Lohr am Main. Im Rahmen der Christlichen Arbeiterjugend verschmolzen seine religiöse Fundierung mit einem gesellschaftskritischen Engagement für soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Inspiriert wurde er durch die lateinamerikanische Befreiungstheologie, z.B. des Dom Helder Camara und die emanzipatorische Pädagogik von Paolo Freire. In dieser Zeit war er auch Mitbegründer eines der ersten Treffpunkte für MigrantInnen und Einheimische: Internationale Begegnung Lohr am Main.
Während seines Studiums war Günter Rausch in der studentischen Selbstverwaltung engagiert und setzte sich für eine demokratische Hochschulreform im Sinne des Deutschen Gewerkschaftsbundes ein. 1975 trat er der Gewerkschaft ÖTV bei, in der er über Jahre hinweg Vertrauensmann war. Zwischen 1980 und 1989 war er Betriebsratsvorsitzender. Heute ist er gewerkschaftlich als Verdi-Mitglied und als Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung tätig.
Im Rahmen der badisch-elsässischen Bürgerinitiative beteiligte Günter Rausch sich am Widerstand gegen den geplanten Bau des Atomkraftwerkes in Wyhl am Kaiserstuhl. Am 23.2.1975 war er bei der aktiven Besetzung des Bauplatzes dabei. Dieses Ereignis gilt gemeinhin als die Geburtsstunde der deutschen Umweltbewegung. In der Tradition dieses Engagements war er zuletzt im April 2009 Mitbegründer der ökologischen Genossenschaft Energie in Bürgerhand.
Günter Rausch ist seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts in der Friedensbewegung, damals besonders gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen, aktiv. Zum Beispiel hielt er am Antikriegstag 2008 eine Rede, in der er die Beendigung des Krieges in Afghanistan und einen wirklich zivilen demokratischen Aufbau forderte.
Desweiteren ist er Mitinitiator der Freiburger Tafel und förderte den Aufbau von Quartiersarbeit in verschiedenen Freiburger Stadtteilen, z.B. im Stadtteil Stühlinger und in der Unterwiehre. Nachhaltige Beteiligungsmodelle im Sinne der Zivilgesellschaft/ Bürgerkommune sind seit Jahrzehnten seine fachliche Domäne.
Im Jahre 2006 war Günter Rausch Mitbegründer der Freiburger Bürgerbewegung gegen den von Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon (Grüne) betriebenen Verkauf aller städtischen Wohnungen. Bis heute ist er einer der Sprecher der seinerzeit gegründeten Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht e.V.. Als historischer Erfolg ist das Ergebnis des Bürgerentscheides am 12.11.2006 zu werten. Über 70 % der Abstimmenden votierte gegen der Verkauf der städtischen Wohnungen. Seither ist die bis dahin ungebrochene kommunalpolitische Tendenz der Privatisierung städtischer Wohnungen in ganz Deutschland zum Stoppen gekommen.
Bei der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt Freiburg im Breisgau am 25. April 2010 wird Günter Rausch als parteiloser Kandidat der überparteilichen Bürgerinitiative Wechsel im Rathaus antreten.






Super, so einen OB braucht die Stadt Freiburg.Alles Gute und viel Erfolg am 25.April 2010
Viele Bürger haben das Gefühl, dass die etablierte Politik die Probleme nicht wirklich lösen kann. Als vertrauenswürdig wirkender Kandidat mit alternativen Konzepten hat Prof. Rausch daher eine reelle Chance.
Meine Prognose: er wird Zweiter und es kommt zur Stichwahl zwischen ihm und Salomon.
Wir brauchen einen Mann wie ihn !!!
Dieser OB-Kandidat ist bürgernah und weis, wovon er spricht !
Wir brauchen keine “Schön-Redner” sondern einen Günter Rausch, der weiß, was die Bürger brauchen…Einen von Uns !!!
Viel Erfolg im Wahlkampf und mögen alle unsere Wünsche für Sie und die Stadt in Erfüllung gehen !
Liebe Grüße
von mir, der Sie heute vor dem Kaufland sprechen durfte…
Herr Rausch,wir sind so begeistert von Ihnen und auch so unsagbar dankbar das Sie den Wohnungsverkauf von Salomon verhindert haben das wir Spanier Sie auch wählen,und Sie haben schon seit so vielen Jahren so unsagbar viel ehrenamtlichen für die sozial schwachen getan das ich persönlich Ihnen sehr dankbar bin.
Sie schaffen das,weil wir normal Bürger hinter Ihnen stehen,ganz toll zu wissen das Sie der nächste Bürgermeister sind.
Liebe Grüsse für Sie und Ihre Familie
Luana Lopez und Familie sowie Freunde und Verwandschaft