Was ist dran an den Rathaus-Neubau-Plänen für 70 Millionen?
Der OB-Kandidat der überparteiligen Bürgerinitiative Wechsel im Rathaus, Prof. Dr. Günter Rausch wendet sich mit einem Schreiben an den Amtsinhaber Dr. Dieter Salomon, in dem er ihn bittet, unverzüglich alle Karten bezüglich des geplanten Neubaus eines Technischen Rathauses auf den Tisch zulegen. Seit Tagen, so schreibt Rausch, geht das Gerücht um, dass nach den OB-Wahlen der Bau eines Neuen Technischen Rathauses mit einem Kostenvolumen von mindestens 70 Millionen Euro auf die Tagesordnung gesetzt werde.
Eine solche Projektplanung, so Rausch, müsse sofort offen gelegt werden. Schließlich gehe es dabei um eine Investition, die den städtischen Haushalt über Jahrzehnte belasten würde. Geheimniskrämerei sei hier ein Skandal!
Rausch zeigt sich auch enttäuscht, dass offensichtlich aus den Fehlern der Vergangenheit nichts dazu gelernt worden sei. Er erinnert an das Jahr 2006, als die Verkaufspläne aller städtischen Wohnungen auch kurz nach den Landtagswahlen bekannt gegeben worden waren. „Eine solche Mauschelei darf es nie wieder geben“ fordert Rausch. Er hofft, dass er nicht durch seinen Wahlslogan „Für ein Gläsernes Rathaus“, den Stein ins Rollen gebracht habe, was nunmehr einer gewissen Komik nicht entbehre, da er diese Forderung ja nur symbolisch gemeint habe und keineswegs einen Neubau eingefordert habe.
Abschliessend fordert er seinen Mitbewerber Ulrich von Kirchbach ebenfalls auf, dazu Stellung zu nehmen. Rausch schreibt, „es würde mich doch sehr wundern, wenn Sie als Bürgermeister von diesem Vorhaben keine Kenntnis besitzen. Bei allem Verständnis für Ihre Loyalität gegenüber Herrn Dr. Salomon, hier sollten Sie besser auf unserer Seite stehen.






Schade, dass Günter Rausch anscheinend nur als Spaßkandidat die OB-Wahl auflockern will. So sieht das übrigens Freiburgs Satiriker Dr. Satori auf seinen Seiten http://www.pseudolus.de. Ich hätte mir gewünscht, dass ein ernsthafter Wahlkandidat Dieter Salomon gegenübersteht. Leider nicht der Fall.
Wir brauchen keinen Dampfplauderer und Geschwurbelredner (à la Rausch), sondern einen tatkräftigen und realistischen Oberbürgermeister. Dr. Salomon hat bislang seine Arbeit gut gemacht – abgesehen vom geplanten Wohnungsverkauf und sein Statement bzgl. streikender ErzieherInnen.
Rausch versucht, die Hartz IV’ler auf seine Seite zu bekommen. Dürfte auch klappen. Leider hat Rausch nur vergessen, dass Freiburg nur eine Arbeitslosenrate von 4% hat. Aus diesem Grund wird Rauschs Projekt ‘OB von Freiburg’ kläglich scheitern.