Hiermit möchten wir Ihnen einen Leserbrief von Edda Kreutz zur OB-Wahl-Berichterstattung am 26. April bekannt machen, dessen Veröffentlichung die Badische Zeitung abgelehnt hat:
Jeder Mensch wird nackt geboren, jeder Mensch muss sterben. Jedoch, ist es verwerflich oder verwegen, wenn der Obachlose genauso wie der Millionär sich ein gutes Leben wünscht? Ist es verwerflich oder verwegen, wenn der Obdachlose sagt: Wohnen ist Menschenrecht? Ist es verwerflich oder verwegen, wenn es heißt: die Wertschätzung aller Menschen ist von Bedeutung? Gehören diese Aussagen nicht zu den Grundrechten?
Ist es verwerflich oder verwegen zu sagen: “Dass man mit Heilsversprechen in Freiburg 20% erreichen kann, gibt mir zu denken.” (Zitat Landttagsabgeordnete Edith Sitzmann) Ist es verwerflich oder verwegen zu sagen: “Dass aber ein ein Kandidat wie Günter Rausch, der eher wie ein Politclown und nicht wie ein ernsthafter Kandidat aufgetreten ist, auf 20% kommt, sollte uns zu denken geben.” (FDP-Stadtrat Sascha Fiek)
Ist es verwerflich oder verwegen zu sagen, dass es nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Menschen zu denken gibt, wie sich angesehene Politiker dermaßen “ausdruckstark” äußern, ohne sich hinterher zu entschuldigen? Mein Zitat: “Was Neues auf d Bahn bringe, nur kei Luck losse.” (in der BZ vom 26. April auf Seite 19) Frau Landtagsabgeordnete Edith Sitzmann, Herr FDP-Stadtrat Sasche Fiek, es ist nicht verwerflich, aber verwegen, wenn ich sage: Jetzt erscht recht, ebbis Neus uff d Bahn bringe und intrete fir: e guets Lebe fir ALLI!
Edda Kreutz, Freiburg





